In Primordial Solution, I merge poetic scientific thinking with painterly abstraction.
Inspired by light reflections on the surface of moving water, the work forms a vibrating visual field that does not merely depict movement, but elevates it to a generative force.
The flowing forms originate from real, photographed patterns of light dancing across water — fleeting appearances, captured and transformed into a complex, layered composition.
This translation of the ephemeral into a lasting visual language reflects a central intention: to make becoming visible.
For me, movement is origin.
As in a primordial solution — a hypothetical ur-ocean from which life emerged — light and liquid act as a creative duo.
The resulting forms are neither fixed nor final, but part of an open system.
Rather than a predetermined narrative, Primordial Solution offers an open matrix, inviting the viewer to see, trace, and contemplate emergence, transience, and the aesthetics of process.
n Primordial Solution verbinde ich poetische Wissenschaftlichkeit mit malerischer Abstraktion Inspiriert von Lichtreflexionen auf bewegter Wasseroberfläche, ein vibrierendes Bildfeld, das Bewegung nicht nur darstellt, sondern sie zur formgebenden Kraft erhebt.
Die fließenden Formen des Werks entstammen realen, fotografierten Lichtmustern, die auf Wasser tanzten - flüchtige Erscheinungen, festgehalten und transformiert in eine komplexe, vielschichtige Bildkomposition. Diese Übertragung des Ephemeren in eine dauerhafte Bildsprache reflektiert ein zentrales Anliegen: die Sichtbarmachung des Werdens.
In Prinzip ist Bewegung für mich Ursprung. Wie in einer Primärlösung, jedem hypothetische Ur-Ozean, in dem Leben entstand - agieren Licht und Flüssigkeit als schöpferisches Duo. Die entstehenden formen sind weder festgelegt noch abgeschlossen, sondern Teil eines offenen Systems.
Statt eines fixierten Narrativs bietet Primordial Solution eine offene Matrix, die zu Sehen, Nachvollziehen und Nachdenken über Entstehung, Vergänglichkeit und die Ästhetik des Prozessen einlädt.

Tablets of Returning evokes the idea of wisdom handed down across generations — knowledge carved into surfaces that outlast the human hand. The golden slabs appear like ancient
tablets lifted from archaeological strata, vibrating with traces of disappeared voices.
The figures inscribed within them re-emerge outside their borders, as if refusing containment — insisting that wisdom is not static, but migratory.
This work asks what survives when time erodes everything except the need to remember.
Tafeln der Rückkehr erinnert an überlieferte Weisheit, in Materialien eingeschrieben, die länger bestehen als die Hand, die sie formte. Die goldenen Flächen erscheinen wie aus
archäologischen Schichten geborgene Steintafeln, durchzogen von den Spuren verschwundener Stimmen.
Die Figuren, die in die Tafeln eingeschrieben sind, treten außerhalb ihrer Grenzen wieder hervor — als wollten sie sich nicht einsperren lassen und darauf bestehen, dass Weisheit nicht statisch
ist, sondern wandernd.
Das Werk fragt, was bleibt, wenn die Zeit alles erodiert außer dem Bedürfnis, sich zu erinnern.

Rhythm of Bones
Acrylic on canvas with relief
Though abstract, this painting evokes something bodily. It is less about what is seen than what is felt—in the hand, the breath, or the gut. The simplicity is deceptive: within the reduced palette and the carved surface lies the trace of pulse, the rhythm of bones. The relief transforms the painting into a tactile field, where pressure, resistance, and release become visible. It invites the viewer not into representation but into sensation, into the physical memory of movement.
Rhythmus der Knochen
Acryl auf Leinwand mit Relief
Obwohl abstrakt, ruft dieses Werk etwas deutlich Körperliches hervor. Es richtet sich weniger an das Auge als an das Gefühl—in der Hand, im Atem, im Bauch. Die scheinbare Einfachheit täuscht: In der reduzierten Palette und der eingeschnittenen Oberfläche liegt die Spur von Puls, der Rhythmus der Knochen. Das Relief verwandelt das Gemälde in ein taktiles Feld, in dem Druck, Widerstand und Entladung sichtbar werden. Es lädt nicht zur Darstellung ein, sondern zur Empfindung, zur körperlichen Erinnerung an Bewegung.

