

Hieros I unfolds as an installation of 32 small panels, each carrying a distilled form discovered in the fleeting patterns of light on water. Together, they create an alphabet of figures—at once abstract and bodily, ephemeral and enduring. The serial arrangement emphasizes rhythm and variation: no panel is identical, yet each belongs to a larger field of resonance.
By isolating the forms on small boards, the work highlights their fragility and intensity. They appear like icons, yet resist veneration, insisting instead on process and perception. The installation offers a meditation on how fleeting impressions can become archetypal when held in repetition: momentary light transformed into enduring sign.
Hieros I entfaltet sich als Installation aus 32 kleinen Tafeln, von denen jede eine verdichtete Form trägt, entdeckt in den flüchtigen Mustern des Lichts auf Wasser. Zusammen bilden sie ein Alphabet von Gestalten – zugleich abstrakt und körperlich, vergänglich und beständig. Die serielle Anordnung betont Rhythmus und Variation: Keine Tafel gleicht der anderen, und doch fügen sie sich zu einem gemeinsamen Resonanzfeld.
Durch die Isolierung der Formen auf kleinen Bildträgern wird ihre Fragilität wie auch ihre Intensität hervorgehoben. Sie erscheinen wie Ikonen, verweigern jedoch jede Verehrung und bestehen stattdessen auf Prozess und Wahrnehmung. Die Installation bietet eine Meditation darüber, wie flüchtige Eindrücke durch Wiederholung archetypisch werden: momentanes Licht verwandelt sich in bleibendes Zeichen.

In Hieros II, the 32-part installation expands the visual language first explored in Hieros I. Once again, figures distilled from light on water are set on small boards, yet here they appear denser, more gestural, as if the fleeting impressions had thickened into script or fossil. The serial rhythm underscores continuity, while each panel remains singular in its energy.
The work oscillates between intimacy and monumentality: intimate in scale, yet monumental in its collective presence. The repetition is not mechanical but meditative, allowing the viewer to perceive variation as transformation. Together, the 32 paintings suggest that the sacred may reside not in permanence but in the fragile persistence of gesture.
In Hieros II erweitert sich die in Hieros I begonnene Bildsprache zu einer Installation aus 32 Tafeln. Erneut erscheinen aus Lichtreflexionen gewonnene Formen, doch hier wirken sie dichter, gestischer – als hätten sich die flüchtigen Eindrücke zu Schrift oder Fossil verdichtet. Der serielle Rhythmus betont die Kontinuität, während jedes Panel zugleich seine eigene Energie behauptet.
Das Werk bewegt sich zwischen Intimität und Monumentalität: intim im Format, monumental in seiner kollektiven Präsenz. Die Wiederholung ist nicht mechanisch, sondern meditativ; sie lässt Variation als Verwandlung sichtbar werden. Gemeinsam deuten die 32 Bilder an, dass das Heilige weniger in Dauer liegt als in der fragilen Beharrlichkeit der Geste.

The third Hieros installation distills movement into a striking palette of red, black, and white. Across 32 small panels, figures derived from light patterns appear bolder and more elemental, as if reduced to the essentials of rhythm and form. The repetition creates a visual cadence—each piece distinct, yet bound to the collective pulse of the series.
The intimate scale contrasts with the monumental impact of the whole. The triplet of colors carries symbolic weight—life and vitality in red, structure in black, openness in white—while remaining abstract and open to interpretation. Together, the works propose a language of gesture that is at once ancient and immediate.
Die dritte Hieros-Installation verdichtet Bewegung in einer markanten Palette aus Rot, Schwarz und Weiß. Über 32 kleine Tafeln hinweg erscheinen aus Lichtmustern gewonnene Figuren kraftvoller und elementarer – reduziert auf das Wesentliche von Rhythmus und Form. Die Wiederholung erzeugt eine visuelle Kadenz: Jedes Stück ist eigenständig und zugleich Teil des kollektiven Pulses der Serie.
Das intime Format steht im Kontrast zur monumentalen Wirkung des Ganzen. Die Dreifarbigkeit trägt symbolische Bedeutungen – Leben und Vitalität im Rot, Struktur im Schwarz, Offenheit im Weiß – und bleibt doch abstrakt und offen. Gemeinsam entwerfen die Werke eine Sprache der Geste, die zugleich archaisch und unmittelbar wirkt.




(2019) Ink on two plexiglas panes and hardboard. 80 x 60 x 3,5 cm
This series on layered plexiglass evokes the visual language of ancient maps, yet transforms it into a poetic abstraction. The delicate gridlines suggest routes, constellations, or navigation systems, while the fluid organic forms—rendered in red, blue, and earthy tones—appear as shifting continents or islands adrift in a timeless sea. The transparent depth of the plexiglass introduces both fragility and precision, as if memory and orientation overlap across epochs. These works invite the viewer to reconsider the act of mapping not as a fixed record of territory, but as an imaginative negotiation between chaos and order, presence and absence
Diese Serie auf geschichtetem Plexiglas erinnert an die Bildsprache alter Karten und verwandelt sie zugleich in poetische Abstraktion. Die feinen Rasterlinien verweisen auf Routen, Sternbilder oder Orientierungssysteme, während die organischen, fließenden Formen in Rot, Blau und Erdtönen wie verschobene Kontinente oder treibende Inseln erscheinen. Durch die Transparenz der Plexiglasschichten entsteht eine Tiefe, die zugleich Fragilität und Präzision vermittelt – als würden Erinnerung und Orientierung über Epochen hinweg ineinander überblenden. Diese Werke laden den Betrachter dazu ein, das Kartieren nicht als fixiertes Abbild von Territorien zu begreifen, sondern als imaginative Verhandlung zwischen Chaos und Ordnung, Anwesenheit und Abwesenheit.








