Beings Among Us
In Beings Among Us, forms hover at the threshold between abstraction and presence. The figures do not arrive fully defined; they are summoned in the mind of the viewer, emerging from shifting layers of shadow and light. What begins as reflection becomes embodiment — the suggestion of characters, spirits, or witnesses moving through a submerged field of perception.
The stark simplicity of the palette heightens the tension: flashes of red cut through the muted greys like breath or pulse, while the surrounding shapes tremble with the suggestion of motion. The painting is intimate, like a musical interval where silence holds its breath — recalling the piercing vulnerability of Prokofiev’s Symphony No. 1 for violin and orchester or the exposed passages in Bach’s concerto for two violins.
Here, presence is not shown but felt. The figures are both among us and within us.
Wesen unter uns
In Wesen unter uns bewegen sich Formen an der Schwelle zwischen Abstraktion und Erscheinung. Die Gestalten treten nicht vollständig hervor; sie werden im Bewusstsein des Betrachters hervorgebracht und entstehen aus Schichtungen von Schatten und Licht. Was als Spiegelung beginnt, verwandelt sich in Verkörperung — in Andeutungen von Wesen, Gestalten oder Zeugen, die ein durchlässiges Feld der Wahrnehmung durchqueren.
Die strenge Einfachheit der Farbigkeit verstärkt die Spannung: Leuchtendes Rot schneidet durch gedämpftes Grau wie Atem oder Puls, während die umliegenden Formen vibrieren und Bewegung suggerieren. Das Bild ist intim, wie ein musikalisches Intervall, in dem die Stille den Atem anhält — vergleichbar mit der verwundbaren Höhe in Prokofjews Symphonie Nr. 1 oder den offenliegenden Passagen in Bachs Konzert für zwei Violinen.
Hier wird Präsenz nicht gezeigt, sondern gespürt. Die Wesen sind unter uns — und in uns.

Haunting red figures surge across a luminous ground, advancing with urgent, almost ritual force. The blue beneath them suggests an inhabited terrain — a world already marked, already
wounded.
These forms feel both human and spectral, like beings caught between presence and disappearance. Their movement is unsettling: forward, unstoppable, without destination.
The painting becomes a vision of collective motion driven by instinct, history, or fate — a procession that cannot turn back.
Gespenstische rote Gestalten drängen über eine leuchtende Ebene, getrieben von einer dringlichen, fast rituellen Energie. Das Blau unter ihnen deutet auf ein bereits besetztes, bereits
verwundetes Terrain.
Die Figuren wirken zugleich menschlich und geisterhaft, gefangen zwischen Anwesenheit und Auflösung. Ihre Bewegung ist beunruhigend: vorwärts, unaufhaltsam, ziellos.
Das Werk erscheint wie eine Vision kollektiver Bewegung — getrieben von Instinkt, Geschichte oder Schicksal. Ein Zug, der nicht umkehren kann.
In an age where language is omnipresent but often overburdened, this series of works relies on a different form of expression: the visual language of the sign, freed from legibility. What appears here as writing, fragment, trace, or gesture is not communication in the conventional sense—but rather an invitation to contemplate the nature of form, structure, and meaning.
The paintings play with the ambivalence of calligraphy: lines are reminiscent of letters or ciphers, but never clearly refer to a legible language. Perhaps originally intended as signs, they dissolve in the course of their execution, disintegrate, overlap, and become abstracted—until only traces of movement remain—as if a calligraphic act had been paused and preserved in the moment of its creation.
These works are part of the tradition of abstract calligraphy, as it has emerged since the 20th century, spanning Arabic "hurufiyya," Far Eastern ink painting, and Western gestural painting. But they go beyond that: they question what a sign is – and when it ceases to be one.
In einer Zeit, in der Sprache allgegenwärtig, aber oft überlastet ist, setzt diese Werkserie auf eine andere Form des Ausdrucks: die visuelle Sprache des Zeichens, befreit von Lesbarkeit. Was hier erscheint wie Schrift, Fragment, Spur oder Geste, ist keine Mitteilung im herkömmlichen Sinne – sondern eine Einladung zur Kontemplation über das Wesen von Form, Struktur und Bedeutung.
Die Gemälde spielen mit der Ambivalenz des Kalligrafischen: Linien erinnern an Buchstaben oder Chiffren, verweisen aber nie eindeutig auf eine lesbare Sprache. In ihrem Ursprung vielleicht als Zeichen gedacht, lösen sie sich im Verlauf ihrer Ausführung auf, zerfallen, überschneiden sich, werden abstrahiert – bis nur noch Spuren einer Bewegung übrig bleiben.als hätte man einen kalligrafischen Akt im Moment des Entstehens angehalten und konserviert.
Diese Arbeiten stehen in der Tradition der abstrakten Kalligraphie, wie sie seit dem 20. Jahrhundert zwischen arabischer „Hurufiyya“, fernöstlicher Tuschkunst und westlichem Gestus-Malerei entstanden ist. Doch sie gehen darüber hinaus: Sie hinterfragen, was ein Zeichen ist – und wann es aufhört, eines zu sein.
Wine tasting invites viewers into a scene of sensory richness. Yet the tasting here is not literal but abstracted: colors swirl and overlap like bouquets of aroma, gestures echo the rhythm of pouring and savoring. The painting becomes a synesthetic translation—wine rendered not as object but as experience of flow, warmth, and resonance.
Through layering and chromatic tension, the work suggests how perception is never singular. Flavor, memory, and social ritual intertwine in a field of marks and tones. The canvas itself acts as a vessel, holding the fleeting intensity of shared presence, a moment suspended between taste and vision.
Weinprobe lädt die Betrachtenden in eine Szenerie voller Sinnlichkeit ein. Doch die Verkostung ist hier nicht wörtlich, sondern abstrakt: Farben wirbeln und überlagern sich wie Duftbouquets, Gesten erinnern an das Einschenken und Genießen. Das Gemälde wird zu einer synästhetischen Übersetzung – Wein nicht als Objekt, sondern als Erfahrung von Fluss, Wärme und Resonanz.
Durch Schichtungen und chromatische Spannungen zeigt sich, dass Wahrnehmung nie eindimensional ist. Geschmack, Erinnerung und gesellschaftliches Ritual verweben sich zu einem Feld von Spuren und Tönen. Die Leinwand selbst wird zum Gefäß, das die flüchtige Intensität gemeinsamen Erlebens birgt – ein Moment, aufgehoben zwischen Geschmack und Sichtbarkeit.

Delight opens a luminous space of play and tenderness. Soft pastel tones unfold across the surface in gentle rhythms, creating an atmosphere that is both lighthearted and contemplative. Unlike works that explore tension or rupture, this painting dwells in openness—where color moves like breath and form emerges without resistance.
The composition feels improvised yet precise, a balance between spontaneity and calm. Gold undertones lend a quiet radiance, suggesting reverence without solemnity. In this way, Delight becomes a meditation on joy itself—not as exuberance, but as a fragile, sustaining presence that glows quietly from within.
Delight eröffnet einen leuchtenden Raum von Spiel und Zartheit. Sanfte Pastelltöne entfalten sich in weichen Rhythmen über die Fläche und schaffen eine Atmosphäre, die zugleich heiter und kontemplativ wirkt. Anders als Werke, die Spannung oder Bruch untersuchen, verweilt dieses Bild in Offenheit – dort, wo Farbe wie Atem fließt und Form ohne Widerstand entsteht.
Die Komposition wirkt improvisiert und zugleich präzise – ein Gleichgewicht zwischen Spontaneität und Ruhe. Goldene Untertöne verleihen ihr eine stille Strahlkraft, die Ehrfurcht andeutet, ohne feierlich zu sein. So wird Delight zu einer Meditation über Freude selbst – nicht als Überschwang, sondern als fragile, tragende Präsenz, die leise von innen leuchtet.